In ihrem Buch nimmt die Anwältin Christina Clemm kein Blatt vor den Mund: Gewalt ist für sie kein individuelles Versagen, sondern ein Spiegel gesellschaftlicher Strukturen. Sie legt dar, was die Öffentlichkeit oft lieber verdrängt, und fordert einen ehrlicheren Umgang mit den Bedingungen, unter denen Gewalt entsteht und fortbesteht. Das Buch erscheint im Hanser Literaturverlag und trägt den programmatischen Titel „Ein ungehaltenes Plädoyer" – ein Hinweis darauf, dass hier Argumente vorgebracht werden, die im öffentlichen Diskurs zu selten zu hören sind.