Hektor Haarkötters Buch trägt einen ungewöhnlichen Titel, der neugierig macht: „Marilyn Monroe liegt auf der Couch und spricht über Sex". Der Band erschien im Carl Ueberreuter Verlag und verbindet offenbar die Figur der Marilyn Monroe mit psychoanalytischen oder kulturwissenschaftlichen Fragestellungen rund um Sexualität und Selbstdarstellung. Haarkötter, der als Medienwissenschaftler bekannt ist, dürfte dabei gesellschaftliche Konstruktionen von Weiblichkeit, Begehren und Öffentlichkeit in den Blick nehmen. Der provokante Titel funktioniert selbst als Versuchsanordnung und deutet darauf hin, dass das Buch mit Erwartungen und Projektionen spielt, die Popikonen wie Monroe traditionell auf sich ziehen.