Tobias Lehmkuhl: Keine von uns. Das Leben der Irmgard Keun
Buchvorstellung mit dem Autor Tobias Lehmkuhl und Gisa Funck Irmgard Keuns erste Romane Gilgi – eine von uns und Das kunstseidene Mädchen machten sie Anfang der 1930er-Jahre über Nacht berühmt. Doch mit der Machtübernahme der Nazis wurden ihre Bücher verboten. Irmgard Keun emigrierte nach Amsterdam, führte im Exil eine Beziehung mit Joseph Roth, pflegte Freundschaften mit Heinrich Mann und Stefan Zweig. 1940 kehrte sie nach Köln zurück. Ihre späteren Werke konnten nicht an ihre frühen Erfolge anknüpfen. Alkohol- und medikamentenabhängig lebte sie zeitweise entmündigt in der geschlossenen Psychiatrie. Ende der 1970er-Jahre wurden ihre Bücher von der Frauenbewegung neu entdeckt. Erzählerisch mitreißend entfaltet Tobias Lehmkuhl Irmgard Keuns Biografie erstmals in ihrer ganzen Vielfalt und Buntheit. Es moderiert Gisa Funck. Tobias Lehmkuhl, geboren 1976, studierte in Bonn, Barcelona und Berlin, wo er seit 2002 als freier Journalist arbeitet. Er schreibt Kritiken, Essays und Radiofeatures, vor allem für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und Deutschlandfunk Kultur. 2017 erhielt Tobias Lehmkuhl den Berliner Preis für Literaturkritik. Gisa Funck arbeitet als Literaturkritikerin und Autorin für den Deutschlandfunk und den WDR. Davor war sie lange als Feuilletonistin für verschiedene Zeitungen tätig. Gisa Funck lebt in Köln. Eine Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archivs (LiK) in Kooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner und dem Literaturhaus Köln